Das Ipad noch attraktiver? … mit Klett (velcro)

Wer denkt, dass das Ipad schon jetzt ein großartiges Produkt ist, hat das vielversprechende DIY Tuning mit Hilfe von Klett-Klebeband verpasst.

ipad mit klett (velcro) befestigt: Navigation mit Ipad im Auto

So lässt sich das Ipad überall schnell und einfach montieren. Sei es als Navigationshilfe im Auto oder als Foto-Frame im Wohnzimmer oder als Kochinspiration in der Küche.

Ipad + Velcro =

[via www.core77.com]

Prokrastinieren - Die Kunst des Verschleppens

Ein sehr animierendes Video zum Thema Prokrastinieren (Aufschiebeverhalten) hat John Kelly gemacht. Dass dies gerade in unserer Branche, mit Arbeiten-von-zu-Hause, Einzel-Kämpfern und verteilten Ressourcen zu einem Problem werden kann, ist gemeinhin bekannt und hier noch mal schön auf den Punkt gebracht.

Wer sich jetzt noch einen Tee kocht oder das Video zum zweiten Mal anschaut fällt definitiv unter die Prokrastinierer :)

[via dem immer großartigen Ze Frank]

Grafik Design im Zeitraffer- Designprozess-Video

Ein sehr inspirierendes Video in dem Mike Kus von Carsonified uns einen Blick über die Schulter gewährt, wie er Slides für einen Vortrag gestaltet. Beeindruckend finde ich, die Experimentierfreude und den Unterschied von erster Idee und finalem Slide.

Viel Spaß mit dem Zeitraffer:

[via www.thinkvitamine.com]

Von Profis lernen - Designprozess bei IDEO

IDEO, eine der führend Design Firmen der Welt, hat sich bei ihrem Designprozess über die Schulter schauen lassen. Die folgenden 3 Videos sind eine sehr aufschlussreiche Zusammenfassung über die Schritte zu regelmäßiger und erfolgreicher Innovation.

Gleichberechtigung, keine Rollenverteilung und dem Nutzer über die Schulter schauen

Folgende interessante Punkte sind mir aufgefallen:

  • das Team ist vielfältig und besteht aus Linguisten, Marketing, Psychologen, Biologen und Ingenieuren
  • umfangreiche Analyse und Recherche zum Produkt (Experten-Befragung)
  • keine Titel, keine Hierarchien; Mitarbeiter, der nicht auf den Boss hört!
  • keine Bewertung von Ideen - unbeschwertes Brainstorming
  • Abstimmen über Ideen, das Team entscheidet: "kluges Probieren geht über Studieren"
  • die Phase des kreativen Outputs, Brainstormings, Experimentierens muss aktiv beendet werden, da sie ansonsten endlos würde
  • "Versuch etwas und warte auf Feedback"

Und das Resultat ist wirklich in vielerleich Hinsicht atemberaubend gut durchdacht :)

Hier die 3 Videos:

[via www.konigi.com]

Du entscheidest, welche Information dir wichtig ist

In einer sehr gelungenen und knappen Präsentation zeigt Jeffrey Veen, was eine gute Visualisierung von Information ausmacht und wie wichtig es geworden ist, dem Nutzer Möglichkeiten der interaktiven Anpassung der Visualisierung zu geben.

In Zeiten von Unmengen von Daten, die das Internet als Publikationsmedium mit sich bringt, wird es immer wichtiger, diese Daten sinnvoll und klar veständlich darzustellen.

Große Herausforderung: Google Analytics

Veen, der als Designer an dem herausfordenden Tool Google Analytics (Webseiten-Statistik und Analyse) mitgearbeitet kennt die Probleme, die große Datenmengen mit sich bringen.

Daher legt er den Fokus vor allen Dingen auf partizipatorisches Design: Design, bei dem der Nutzer entscheiden kann, welche Daten in welchem Zusammenhang für ihn wichtig sind. Und somit spielerisch inhaltliche Zusammenhänge erkennen kann.

Hier das Video:

Print im Web: Gestalte deinen Content!

In einer kurzen Präsentation beschreibt der bekannte Web Designer Jason Santa Maria wie Print Design das Web zu einem besseren Medium machen kann.

Content Wüste - Inhalte ohne Kontext

Der zentrale Vorwurf von Jason: Im Web werden Inhalte einfach in mehr oder weniger ungestaltete CMS Hülsen geworfen. Die Inhalte sehen daher oft sehr Textwüsten-artig aus und haben wenig Wiedererkennungswert und sind für den Leser nur mäßig ansprechend.

Print Magazine zeigen den Weg

jason santa maria print design influenz web magazin

Wenn man sich jedoch die Unmengen an Magazinen anschaut, die derzeit noch im Printbereich erscheinen, so sieht man gleich, dass die Gestaltung von Inhalten ein wesentlicher Faktor ist. Nicht nur für den Verkauf sondern auch für die Marke und das Image des Magazins. Ein interessant gestaltetes und auf den Inhalt zugeschnittenes Layout ist stets ansprechender als ungestaltete Texte.

jason santa maria web design print magazin einfluss

Das Web der Zukunft

Jason schlägt mehr individuelle Gestaltung von Seiten vor und flexiblere Layouttechniken, die Magazin-ähnliche Resultate liefern. Das Ziel ist es, den Leser nicht in die Textwüste zu schicken, sondern ansprechende und wiedererkennbare Seiten zu gestalten.

Das Video:

[via www.konigi.com]

Endlich verstanden: Visualisierung der Finanzkrise

In einem sehr gut verständlichen Visualisierungs-Video erklärt Jonathan Jarvis die Finanzkrise - einfach und veständlich.

Nicht nur hat das Video einen hohen Informationsgehalt, sondern ist darüber hinaus sehr unterhaltsam und einprägsam. Wie macht man das?

Wie verpacke ich komplexe Informationen?

Es gibt mehrere zentrale Elemente, die das Verständnis von komplexen Informationen erleichtern.

  • Abstraktion von vielschichtigen Elementen auf ein bekanntes und konkretes Element: Familie mit Kind, Investment Banker, Wallstreet, etc.
  • Illustration von Rollen, Verknüpfung und Aktionen durch einheitliche visuelle Elemente. Dadurch Steigerung der Erinnerungsfähigkeit: Personen, Gebäude, Pfeile, Steigen und Fallen der Häuserpreise, etc.
  • Visualisierung grosser Mengen und Zahlen durch geometrische Figuren und deren Verhältnis zu einander: Geldmengen, Boxen, Hypotheken
  • Darstellung zeitlicher Prozesse in animierten Bewegungen: Geldfluss, Transaktionen, Verknüpfungen, Partnerschaften
  • Verbindung inhaltlich verknüpfter Elemente, die jedoch physisch getrennt sind oder deren Verküpfung nicht sofort ersichtlich scheint: Investment Banker und Wallstreet, Wallstreet und Hauseigentümer, etc.
  • Spannungsbogen: Problem zeigen > dramatischen Ausgang andeuten > Rollen verteilen (gut und böse) > Problem zeigen und erklären (Rollen festigen) > Finale: dramatischer Ausgang (Explosion)

Finanzkrise vereinfacht

Fazit: Die wohl wichtigste Regel, so scheint es mir jedoch, ist klarer Weise: Vereinfachen und Abstrahieren. Sicherlich könnte man stunden-, ja tagelang über die Gründe und Zusammenhänge der Finanzkrise debattieren. Aber in 11 kurzen und unterhaltsamen Minuten, die Finanzkrise und deren Uhrsachen derart anschaulich zu illustrieren, ist wohl eine Anforderung einer ganz anderen Art: Kompriemierung, Abstraktion, Verständlichkeit und Erinnerungsfähigkeit stehen hier im Vordergrund.

[via smashingmagazine.com]

Formel 1 Regeln können so spannend sein

In einem rasant unterhaltsamen Video erklärt Sebastian Vettel die Regeländerung der Formel 1 zur nächsten Saison.

Wirklich beeindruckend ist nicht nur die sehr gelungene Visualisierung der Komponenten, vom Motor über die Speicherung kinetischer Energie beim Bremsen bis hin zu aerodynamischen Verbesserungen.

Formel 1 Regeln spannend?

Was zu dem ästhetischen Glanzstück hinzu kommt ist der Fokus auf die Erklärung der Bedeutung der Regeländerung. So wird das Überholen erleichtert, das Risiko des Kontrollverlustes ist höher, usw. Alles Dinge, die den Sport spannender machen.

Fast könnte ich es mir überlegen, nächste Saison mal ein Rennen anzuschauen.

Was lernen wir?

Die Lektion für Designer: Auch scheinbar langweilige und trockene Sachverhalte können spritzig und unterhaltsam dargestellt werden. Hierbei muss man vor allen Dingen auf die Funktion und Bedeutung des Sachverhaltes für die Zielgruppe bzw. das Publikum achten. Mehr als auf inhaltliche und technische Details. Ein rasantes Video erledigt dann den Rest ;)

[via http://infosthetics.com]

 

Ze Frank singt über Ideen und Innovation

Die guten alten Zeiten, als Ze Frank noch täglich ein unterhaltsames und intelligentes Video online gestellt hat, sind nur schon seit einer geraumen Weile vorbei.

Einige dieser Videos sind aber derart zeitlos, dass man sie ab und zu wieder ansehen kann.

So zum Beispiel eine Auseinandersetzung zum Thema Ideen und deren Umsetzung (mit Lied am Schluss):

Modista: Einfach online Shoppen und Stöbern

Der Online Shop Modista.com stellt mit einer innovativen Idee das klassische Konzept von Einkaufen online auf den Kopf.

Zwei wesentliche Probleme scheint es in der Welt des Online Shopping zu geben:

  1. Das passende Produkt für sich zu finden aus einer unüberschaubar grossen Menge an Produkten
  2. Sich einfach nur durch das klassische Stöbern zum Einkaufen inspirieren zu lassen.

Modista gelingt es, beide Probleme mit einer Klappe zu lösen:

Möglichst viele Produkte darstellen

Ich bin auf der Suche nach neuen Flip-Flops. Möglichst natürliche Farben und aus tragefreudigem Material.

Nach dem Betreten der Startseite wählt man eine der Hauptkategorien aus (in unserem Fall Schuhe) und gelangt zu folgendem Screen:

modista web design: online shopping und stöbern leicht gemacht

Im Hauptbereich sieht man eine grosse Menge an Produkten aus der Kategorie, die man gewählt hat: Schuhe, Stiefel, Sandalen. Nun, das ist noch nichts wirklich innovatives.

Der wirkliche Clou ist, dass sich das Interface nicht mehr ändern wird. Keine Eingabe von Text ist nötig, kein Seiten-Umblättern, kein Definieren von Filtern oder Zurückgehen zu vorherigen Seiten.

Es geht weiter mit einem einfachen Mausklick: Und zwar einfach auf das Produkt, dass meinen Flip-Flops am nächsten kommt.

Anzeige nach Form- und Farbähnlichkeit

Der wirklich innovative Schritt kommt, sobald man die nächste Seite erreicht. Und zwar werden nun zwei Muster verwendet:

  1. In der Horizontalen (also von links nach rechts) werden Form-ähnliche Produkte angezeigt und
  2. In der Vertikalen (also von oben nach unten) Farb-ähnliche Produkte:

modista web design: online shopping und stöbern leicht gemacht - ähnliche Produkte

In der linken Spalte erscheint zugleich die Detailansicht des Produkts, auf das ich geklickt habe. D.h. es gibt keine echte "Detailseite", wie wir sie von Amazon kennen. Der Nutzer bleibt immer im Kontext der Produkte. Für noch mehr Details öffnet sich ein modales Pop-Up.

Zurück zu meiner Flip-Flop-Suche. Die dargestellten Modelle kommen meinem Traum-Flip-Flop schon recht nahe, aber ich hätte gerne noch einen helleren Farbton. So klicke ich auf ein Produkt, dass mir den passenderen Farbton zu haben scheint.

Und gelange auf folgende Seite, auf der ich dann auch mein Traummodell finde:

modista web design: online shopping und stöbern leicht gemacht - das perfekte produkt - user experience

Innerhalb weniger völlig intuitiver Klicks gelangt man also zu dem Produkt seiner Wahl, hat eine breite Palette an Produkten zur Auswahl gehabt. Man musste keinerlei Texte lesen oder andere Interaktions-Techniken verwenden, als das Klicken auf Bilder. So ist Online Shoppen einfach und macht Spass.

Stöbern bis zum Umfallen

Die einfache Techniken des Klickens auf Bilder und sofort zu einer anderen Produkt-Gruppe gelangen zu können, ist auch hervorragend geeignet für das Stöbern online. So gelangt man in Kürze von Sandalen zu Stiefeln zu Sportschuhen. Und das ohne je zurückkehren zu müssen, eine Auswahl aufheben oder dergleichen. Einfaches, ständig nach vorne orientiertes Klicken. Man kann keine Fehler machen... Ein sehr gelungenes Feature.

Darüber hinaus bietet Modista noch die klassischen Auswahlmöglichkeiten in einem Javascript-Pop-Up an: Preis, Grösse, Rabatt, Hersteller, Marke und natürlich die freie Texteingabe). Aber der wirkliche fun-Faktor ist das Bilderklicken. Versprochen :)

Verwendungsbereiche: Keine Patentlösung

Es ist natürlich klar, dass sich eine solche Suche bei Produkten verwenden lässt, die primär visueller (also Farbe und Form) Natur sind: Mode und Design. Für Notebooks, Handys, Schlafsäcke, Bücher, etc. ist eine solche Umsetzung schon weitaus schwieriger, da es bei solchen Produkten primär um "innere Werte" (Features, Komponenten, usw.) geht.

[via www.infosthetics.com]