Ipad - Gelungenes Product Placement

Das neue Ipad von Apple ist in aller Munde, sei es weil es kein flash unterstützen wird, sei es weil spätestens seit dem Iphone die Erwartungen an ein Apple Produkt enorm ist, sei es weil es von Steve Jobs vorgestellt wurde.

Dass das Ipad tatsächlich auch in den höchsten Kreisen bereits angekommen ist, bevor unsereins es überhaupt kaufen kann zeigt der folgende Clip mit Steven Colbert bei den diesjährigen Grammy Awards:

Und ich befürchte, dass das Ipad derart populär ist, dass Colbert die Werbemaßnahme umsonst getan hat. So sollte ein Product Launch aussehen :)

[via www.grafiker.de]

 

Google Music - Weitere Märkte für den Giganten

Mit Google Music passt der Internet-Riese seine Suchmaschine noch ein wenig mehr an die Bedürfnisse seiner Nutzer an.

Was wollen die Nutzer?

Wenn man einen Musik-Titel, eine Band, eine Text-Zeile aus einem Lied bei Google eingibt, möchte man sich natürlich ungern erst durch weitere Seiten im Web durchklicken müssen, bis man das bekommt, was man eigentlich will: Musik.

Die ersten Suchergebnisse, die man ab jetzt bekommt, sind also folgerichtig Musik: Google verlinkt Partner (wie Lala, iMeem und andere) direkt mit Playbutton von der Suchergebnisseite. Die üblichen Links (Videos, Homepage, etc.) werden unter den Abspiel-Links angezeigt (siehe Video).

Was wollen die Nutzer wirklich?

Laut Google haben 20% aller Suchanfragen mit Musik zu tun. Ein großer Markt.

Die berechtigte Frage kommt auf, ob mit dem Abweichen von der normalen Suchergebnis-Positionierung nicht ein Schritt in eine seltsame Richtung ist. Wenn, wie bei normalen Suchergebnissen, der Google-Algorithmus entscheidet, was an erster Stelle kommt, so entscheidet hier Google, was zuerst gezeigt wird. In der Hinsicht scheint das Google Music Feature ein wenig fraglich. Denn schließlich sind es an dieser Stelle Partner von Google, auf die verlinkt wird und nicht das beste Suchergebnis.

Gleich jedoch Musik abspielen und sogar kaufen und herunterladen zu können scheint für den Musikfan auf alle Fälle ein Schritt in die richtige Richtung.

Nur entfernt sich Google somit von seinem eigentlichen Anspruch eine unparteiische Suchmaschine zu sein und wird zu einem nicht mehr ganz so unabhängigen Content-Lieferanten. Schließlich kann Google Music auch morgen zu Google Products werden...

Anmerkung: Auf dem deutschen Markt ist das Feature noch nicht verfügbar, da es derzeit in den USA zunächst getestet wird.

[via www.grafiker.de]

Grafik Design im Zeitraffer- Designprozess-Video

Ein sehr inspirierendes Video in dem Mike Kus von Carsonified uns einen Blick über die Schulter gewährt, wie er Slides für einen Vortrag gestaltet. Beeindruckend finde ich, die Experimentierfreude und den Unterschied von erster Idee und finalem Slide.

Viel Spaß mit dem Zeitraffer:

[via www.thinkvitamine.com]

Atemberaubende Monster-Illustration im Zeitraffer

Ich liebe Monster. Ich liebe Zeitraffer. Ich liebe es, Profis beim Arbeiten über die Schulter zu schauen.

Im folgenden Video "Chameleon - Octopus Illustration" von Martijn van Dam von  gibt es alle drei Dinge auf einmal. Ein Traum :)

[via www.fubiz.com]

Slap Widgets: Besseres Feedback für Touchscreens

Dies scheint das Jahr des Touchscreens zu werden: Von Touchscreen gesteuerten Spielen bei Ubisoft, über die Natürlichkeit von Multitouchscreens bei multitouch-barcelona, Zukunftsfantasien mit "Microsoft Sustainability" bis hin zu Touchscreens in Tastaturen bei Asus. Alles hat es schon gegeben.

Nun hat die RWTH Aachen mit Slap Widgets ein Toolset entwickelt, dass die Interaktion mit Touchscreens verbessern soll.

Feedback: Das große Problem der Touchscreen-Technologie

Touchscreens scheinen viele gängige Interaktionsprobleme lösen zu können und viele neue Einsatzbereiche und Möglichkeiten zu eröffnen. Daher wird deren Verbreitung und Weiterentwicklung massiv auch von Größen wie Microsoft vorangetrieben. Mit Windows 7 kommt schließlich ein voll Touchscreen taugliches Betriebssystem auf dem Markt. Mit Microsoft Surface soll die Entwicklung noch weiter vorangetrieben werden.

Das zentrale Usability-Problem jedoch bei der Interaktion mit klassischen Touchscreens ist das mangelnde Feedback. Beim Bedienen des Interface wird eben nur eine flache Fläche berührt, die weder nachgibt, noch "Klick" macht oder ein- bzw. ausrastet.

Viele Hersteller versuchen daher "künstliche" Feedback-Mechanismen einzubauen, so wie Vibration, Farbwechsel oder Geräusche.

Die Usability-Selbststudie: Handy mit Touchscreen

Von der Touchscreen-Technologie sehr fasziniert, besitze ich seit 2 Monaten nun ein Touchscreen-Handy. Und tatsächlich hat sich das mangelnde Feedback und die mangelnde sensorische Ausdifferenzierung des Interfaces als Problem erwiesen.

Da die Tasten nur zu sehen und nicht zu fühlen sind, ist man beim Tippen von Texten stets darauf angewiesen, auf die Tasten zu schauen und nicht etwa auf den Text. Wie etwa bei einer normalen Tastatur, wenn man der 10-Finger-Schreib-Technik fähig ist. Da die Tasten der echten Tastatur eine drei-dimensionale Form haben, nachgeben und ein Geräusch machen, sind sie einfach und intuitiv zu bedienen, geben nach und machen ein Geräusch. Als Nutzer weiß man, ob man die richtige Taste getroffen hat oder nicht.

Auftritt: Slap Widgets - Touchscreen Interface Werkzeuge

slap widget touchscreen interface feedback verbesserung einfaches modul

Um das Feedback in der Interaktion mit Touchscreens zu verbessern haben die Forscher zunächst drei Tools entwickelt, die einfach auf den Touchscreen gelegt werden. Diese Module sind transparent und aus Silikon, so dass das Licht vom Touchscreen hindurchscheint.

slap widget drehrad modul touchscreen interface

Der Touchscreen erkennt die Module und beleuchtet sie auf verschiedene Arten und Weisen. Derzeit gibt es ein einfaches 3 Knöpfe Modul, eine frei belegbare Tastatur und ein Drehrad.

slap widget touchscreen interface tastatur keyboard

Die Interaktion mit dem Touchscreen erfolgt wie bei normalen Touchscreens. Der wesentliche und massive Vorteil ist jedoch, dass es sich bei Slap Widgets um "reale" Interface-Bausteine handelt. Sie geben als physisch nach, lassen sich drehen und drücken und erzeugen damit ein solides und intuitives Feedback.

Das nun folgende Präsentationsvideo erklärt die Technik und zeigt ein paar schöne Beispiele:

[via www.core77.com]

Die Zukunft der Interface-Gestaltung: Blend 3, WPF und Silverlight

Erst vor kurzem habe ich einen Artikel zu einem sehr intuitiv zu bedienenden Multitouch Interface geschrieben.

Was uns Designer natürlich mehr interessiert, ist wie kann ich so etwas bauen?

Neue Möglichkeiten und Features in Blend

Microsofts Tool für Designer, um WPF und Silverlight Anwendungen zu gestalten, heißt Blend. Und hat seit dem letzten Jahr anscheinend große Schritte in Richtung unterhaltsame, intuitiv zu bedienende, interaktions-reiche Anwendungen gemacht.

In der Präsentation von Peter Blois, einem Produkt Manager im Microsoft Blend Team, stellt dieser neue Features in Blend 3 vor. Die Demonstration fand im Rahmen der MIX09 in Las Vegas statt.

blend 3 neue features demo mix09 silverlight wpf

So wurde die Palette an Auslösern (Trigger) und Aktionen (Actions) deutlich ausgebaut. Es gibt nun z.B. Interaktionsmöglichkeiten wie:

Objekte verfügen über eine komplette Physik

  • Objekte können Gravität ausgesetzt sein
  • haben eine Art eigene Masse (beim ziehen und schieben)
  • können sich magnetisch Anziehen
  • Objekte stoßen sich gegenseitig ab

Ausblick auf das neue Windows 7

Das Interessante bei den neuen Features ist tatsächlich, dass sie sich in die neuen Touch-Kapazitäten des kommenden Windows Betriebssystems einpassen. So wird ja das neue Windows komplett für Touchscreen-Bedienung vorbereitet sein. Und eine komplette Physik ist ja eine der wirklich coolen Anwendungsfälle für Touchscreens.

Hier geht es zu dem Video der Präsentation. Sehr sehenswert.

Die Zukunft des Interface: Multitouch überall

Multitouch, touch-screens, Interaktion mit den Händen ohne weitere Geräte sind in aller Munde. Und ich habe schon so einige Artikel darüber geschrieben.

Guten Touch - Die Realität von Touchscreens

multitouch touchscreen touch screen multitouch-barcelona paint

Um so mehr war ich erstaunt, wie lebensnah und authentisch das folgende Video von multitouch-barcelona.com mit dem Titel "Guten Touch" auf mich wirkte. Auch wenn die "Microsoft Sustainability" Studie sehr beeindruckend war, so wirkte sie noch weit entfernt und an einigen Stellen sogar überstyled.

Gar nicht so in der Präsentation die nun folgt. Vielmehr dominieren Spielspaß, Leichtigkeit und Experimentierfreude. Und alle Bewegungen scheinen völlig intuitiv und natürlich zu sein. Sei es beim Interagieren mit den Bällen oder dem Ausschütten eines zuvor gezeichneten Gefäßes.

Ich auf alle Fälle, freue mich darauf :)

[via www.fubiz.net]

Computer im Keyboard: ASUS Eee Keyboard PC

Mit einem kleinen Touchscreen ausgestattet, präsentiert ASUS auf CeBit ein vollwertigen Computer im Eee Keyboard PC. Und das alles im Format einer standard-Tastatur.

Interessantes Konzept, vor allen Dingen für Multimedia-Anwendungen über den grossen Flatscreen daheim. Und durch den kleinen Touchscreen auch stets ohne grossen Monitor bedienbar. Und das scheinbar auch noch kabellos im Akku-Betrieb.

[via www.umpcportal.com]

Siftables: Neue Interaktionsmöglichkeiten mit Bauklötzen

Die grundlegende Idee kommt von einem Spielzeug, das wir alle kennen: Bauklötze. David Merill zeigt nun, wie man mit dem Prinzip Holzbaustein intelligente Interaktionstools erstellen kann.

Die Siftables, die Merill auf der TED Konferenz vorgestellt hat, sind kleine Computer mit besonderen Sensoren. Sie wissen, was für ein Siftable angrenzt, in welche Richtung sie gehoben werden und vieles mehr.

Modista: Einfach online Shoppen und Stöbern

Der Online Shop Modista.com stellt mit einer innovativen Idee das klassische Konzept von Einkaufen online auf den Kopf.

Zwei wesentliche Probleme scheint es in der Welt des Online Shopping zu geben:

  1. Das passende Produkt für sich zu finden aus einer unüberschaubar grossen Menge an Produkten
  2. Sich einfach nur durch das klassische Stöbern zum Einkaufen inspirieren zu lassen.

Modista gelingt es, beide Probleme mit einer Klappe zu lösen:

Möglichst viele Produkte darstellen

Ich bin auf der Suche nach neuen Flip-Flops. Möglichst natürliche Farben und aus tragefreudigem Material.

Nach dem Betreten der Startseite wählt man eine der Hauptkategorien aus (in unserem Fall Schuhe) und gelangt zu folgendem Screen:

modista web design: online shopping und stöbern leicht gemacht

Im Hauptbereich sieht man eine grosse Menge an Produkten aus der Kategorie, die man gewählt hat: Schuhe, Stiefel, Sandalen. Nun, das ist noch nichts wirklich innovatives.

Der wirkliche Clou ist, dass sich das Interface nicht mehr ändern wird. Keine Eingabe von Text ist nötig, kein Seiten-Umblättern, kein Definieren von Filtern oder Zurückgehen zu vorherigen Seiten.

Es geht weiter mit einem einfachen Mausklick: Und zwar einfach auf das Produkt, dass meinen Flip-Flops am nächsten kommt.

Anzeige nach Form- und Farbähnlichkeit

Der wirklich innovative Schritt kommt, sobald man die nächste Seite erreicht. Und zwar werden nun zwei Muster verwendet:

  1. In der Horizontalen (also von links nach rechts) werden Form-ähnliche Produkte angezeigt und
  2. In der Vertikalen (also von oben nach unten) Farb-ähnliche Produkte:

modista web design: online shopping und stöbern leicht gemacht - ähnliche Produkte

In der linken Spalte erscheint zugleich die Detailansicht des Produkts, auf das ich geklickt habe. D.h. es gibt keine echte "Detailseite", wie wir sie von Amazon kennen. Der Nutzer bleibt immer im Kontext der Produkte. Für noch mehr Details öffnet sich ein modales Pop-Up.

Zurück zu meiner Flip-Flop-Suche. Die dargestellten Modelle kommen meinem Traum-Flip-Flop schon recht nahe, aber ich hätte gerne noch einen helleren Farbton. So klicke ich auf ein Produkt, dass mir den passenderen Farbton zu haben scheint.

Und gelange auf folgende Seite, auf der ich dann auch mein Traummodell finde:

modista web design: online shopping und stöbern leicht gemacht - das perfekte produkt - user experience

Innerhalb weniger völlig intuitiver Klicks gelangt man also zu dem Produkt seiner Wahl, hat eine breite Palette an Produkten zur Auswahl gehabt. Man musste keinerlei Texte lesen oder andere Interaktions-Techniken verwenden, als das Klicken auf Bilder. So ist Online Shoppen einfach und macht Spass.

Stöbern bis zum Umfallen

Die einfache Techniken des Klickens auf Bilder und sofort zu einer anderen Produkt-Gruppe gelangen zu können, ist auch hervorragend geeignet für das Stöbern online. So gelangt man in Kürze von Sandalen zu Stiefeln zu Sportschuhen. Und das ohne je zurückkehren zu müssen, eine Auswahl aufheben oder dergleichen. Einfaches, ständig nach vorne orientiertes Klicken. Man kann keine Fehler machen... Ein sehr gelungenes Feature.

Darüber hinaus bietet Modista noch die klassischen Auswahlmöglichkeiten in einem Javascript-Pop-Up an: Preis, Grösse, Rabatt, Hersteller, Marke und natürlich die freie Texteingabe). Aber der wirkliche fun-Faktor ist das Bilderklicken. Versprochen :)

Verwendungsbereiche: Keine Patentlösung

Es ist natürlich klar, dass sich eine solche Suche bei Produkten verwenden lässt, die primär visueller (also Farbe und Form) Natur sind: Mode und Design. Für Notebooks, Handys, Schlafsäcke, Bücher, etc. ist eine solche Umsetzung schon weitaus schwieriger, da es bei solchen Produkten primär um "innere Werte" (Features, Komponenten, usw.) geht.

[via www.infosthetics.com]