Jakob Nielsen schiesst den Vogel ab: In einer neuen Alertbox behauptet er, dass nur 76% aller Teilnehmer eines Usability Testings es geschafft haben, eine Suche mit Google durchzuführen.
Die Aufgabe: Verwende Google
Die Aufgabe war so einfach wie es nur irgend geht: Verwende Google um eine Suche durchzuführen.
Das Ergebnis: 24% schaffen es nicht
Dieses Ergebnis erinnert mich ein wenig an: "Traue keiner Statistik, die du nicht selber fälschst." Oder besser: "Trauer keiner Statistik, die du nicht selbst interpretierst."
Nielsen erwähnt natürlich nicht, wie genau die Studie vollzogen wurde, oder was unter den gegebenen Bedingungen "Erfolg" bedeutet hätte. Aber es geht doch als eine gute Polemik durch. Der gute, alte Nielsen schreckt auch vor nichts zurück :)
Der Rest des Artikels
... ist übrigens sehr lesenswert. Nielsen schreibt über die weit verbreitete Annahme von Designern, sich selbst als potentieller Nutzer ihres Produkts zu sehen. Nur weil man ebenfalls ein Handy benutzt, für das ein neues Modell gestaltet werden soll, bedeutet es meist noch nicht, dass man ein typischer Benutzer ist.
Als normaler Designer kennt man das Produkt zu gut, ist zu geübt in dessen Handhabung und es liegt einem auch zu viel am eigenen Produkt. Daher ist man in vielerlei Hinsicht kein Repräsentant der eigenen Nutzer bzw. Kunden.
Vor allen Dingen wenn es um spezielle Zielgruppen geht, wird die Diskrepanz immer grösser.
Die Lösung: Usability Testing
Lösungen wie Personas, User Stories und Umfragen scheinen für Nielsen nicht zu existieren. Dass man sich als Designer auch vorab Lösungen für Probleme finden kann, scheint für Nielsen nicht weiter erwähnenswert. Nun ja, er ist ja schließlich auch Usability Tester (Waldbrandlöscher) und kein Designer (Waldbrandverhinderer) :)
[Hier der link zum ganzen Artikel auf uie.com]