New York Times als Innovationspool

In seinem Artikel "Playgrounds for Data" schreibt der anerkannte Usability Experte Jared Spool über einige Projekt der NYTimes.com Interactives, die es fertig gebracht haben, komplexe Sachzusammenhänge durch spielerische Umsetzungen einfach darzustellen.

Das Internet als Medium

Zwei Dinge erscheinen wahrlich interessant: Zum einen, dass die alt-ehrwürdige Times es ist, die im Web für innovative Umsetzungen sorgt. Zum anderen erzeugt die Tatsache, dass einfache Textdarstellung, Informationsaustausch und Kommunikation, nicht die Grenzen des Web darstellen, Hoffnung, dass wir uns in einem noch sehr jungen Medium befinden.

Beispiele wie digg labs und interaktive google maps haben schon den Weg gewiesen, waren aber oft nur Darstellung von Daten, die ihrerseits vom Internet erzeugt wurden.

Verknüpfung zur realen Welt

Im Gegensatz dazu und im allgemeinen zu virtuellen Tendenzen (siehe Second Life, Facebook's virtuelle Geschenke, etc.) geht die NYTimes.com in eine Richtung, die physische Vorgänge in der Welt abbildet. So wird dargestellt, welche Politiker über welche Kollegen sprechen, wann es sich lohnt, ein Haus zu kaufen, anstatt eine Wohnung zu mieten und an welchen Orten Präsidentschaftkandidaten ihre Kampagnen abgehalten haben.

Ein kleiner Schritt für die Technik, ein grosser für den Nutzer 

Dies ermöglicht nicht nur den einfachen, spielerischen Umgang mit den Applikationen auf der Grundlage von Trial and Error sondern zeigt auch einer zuvor eher Web-fremden Zielgruppe die Möglichkeiten und Kapazitäten des noch jungen Mediums.

Eine breite Gruppe an Menschen erhält die Möglichkeit an komplexen Prozessen teilzuhaben, die deren Entscheidungen womöglich grundlegend beeinflussen. Hier zeigt sich, wie bahnbrechend und barriere-frei das Internet wirklich sein kann.

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September 8. 2008 10:44