In einem Artikel auf smashingmagazine.com beschreibt der Autor 10 wichtige Regeln, um erfolgreiche Web Seiten zu gestalten.
1. Veranlasse die Nutzer nicht, nachzudenken
In Anlehnung an Steven Krugs Usability Buch "Dont make me think" sollte eine Web Seite, deren Struktur, Navigation und Interaktion so gestaltet sein, dass die Handhabung intuitiv erfolgt und das Auffinden von Gesuchtem einfach und naheliegend ist.
2. Verschwende nicht die Geduld deiner Nutzer
So weit es möglich ist, sollte man Nutzern keine Handlungen aufzwingen, deren Mehrwert für sie nicht ersichtlich ist. Im Normalfall bedeutet dies, das völlige Ausprobieren einer Web Seite oder Applikation ohne vorheriges Registrieren zu ermöglichen. Beim Registrieren sollten möglichst wenig Daten abgefragt werden und nur solche, die auch tatsächlich notwendig sind.
3. Leite die Aufmerksamkeit der Nutzer
Der Besucher einer Seite sollte stets wissen, welche Optionen ihm zur Auswahl stehen und in welcher Hierarchie sie zueinander stehen. Als Web Designer sollte man wichtige Funktionen hervorheben um somit dem Nutzer die Handhabung zu erleichtern.
4. Klares Herausstellen der Funktion der Seite
Eine der wohl wichtigsten Regeln ist das klare und deutliche Darstellen der Funktion bzw. Features der Seite, auf der sich der Nutzer gerade befindet. So sollte sich auch ohne Kontext die Bedeutung einer Seite stets klar ergeben.
5. Gut verfasster Text
Knapp und präzise sollte er sein. Gut strukturiert, mit Hervorhebungen, scan-bar und in einfacher und objektiver Sprache.
6. Einfachheit
Selbsterklärend: Eine Seite sollte so einfach wie möglich sein. Die schwierige Aufgabe als Designer ist es, sich stets zu fragen: "Was kann ich weglassen, ohne das die Funktion beeinträchtigt wird?" Und das ist meist nicht wenig.
7. Einsatz von White Space
White Space (leere, unstrukturierte Flächen) sind ein wesentliches Werkzeug, Aufmerksamkeit des Lesers zu lenken. Sie erzeugen Fokus auf die wichtigen Elemente einer Webseite. Überladene Web Seiten sind daher oft schlecht zu scannen und daher anstrengend in der Verwendung.
8. Kommunikation durch Typographie
Ein grundlegendes Werkzeug des Web Design ist die Typographie. Auswahl von Font-Größen, Font-Typen, Anordnung und Strukturierung von Text-Blöcken sind der erste und meist ausschlaggebende Faktor in der Entstehung eines Designs.
9. Beachte Konventionen
Jakob Nielsens Lieblingsthema: Versuche stets die Erwartungen deiner Nutzer zu erfüllen. Diese sind geformt durch den Besuch von zig Tausend anderer Web Seiten. Daher: Logo links oben, Suche oben in der Mitte oder Rechts, usw.
10. Teste früh und teste viel
Gemäß Steven Krug ist es klüger am Anfang eines Designs einen Nutzer zu testen als spät im Prozess 100. Grundlegende Fehler können ausgemerzt werden, die in der Entstehungsphase deutlich häufiger entstehen als im Verlauf des Projekts.
Mein Senf:
Wahrscheinlich hätte man gut und gerne die Liste auf 5 Punkte kürzen können und vieles ist auch evident und selbsterkärend.
Ich halte den Fokus auf die Bedürfnisse und Eigenheiten des Nutzers stets für die wichtigste Regel im Design-Prozess. Das Hineinversetzen in völlig andere Herangehensweisen und das Ignorieren eigener Vorlieben und Handlungsmuster ist ein wesentlicher Schritt hin zu einem gelungenen Design