In einer sehr lesenswerten Einführung in das Thema der Mikroformate für das Markup beschreibt Brian Suda wie diese funktionieren und das Html bedeutungsvoller und somit funktionaler machen.
Was sind Microformats?
Wenn man von der formalen Definition absieht wird man schnell herausfinden, dass Mikroformate eine Art semantische Erweiterung des bestehenden Htmls (und damit der Inhalte) sind, die der Funktion dienen soll, dem jeweiligen Html-Block eine spezielle Bedeutung zu geben.
Im wesentlichen werden Html-Elemente mit bestimmten Klassen-Namen versehen und erhalten somit eine Art Tag, dass den Inhalt des Elements weiter spezifiziert.
Der Clou an der ganzen Geschichte ist, dass nicht irgendwelche Klassen-Namen und somit Microformats verwendet werden, sondern es werden bereits vorhandene, standartisierte Formate verwendet, wie z.B. hCalendar, ein Kalenderformat.
Wofür das Ganze?
Die Idee hinter dem Projekt ist, dass die mit Microformats versehenen Inhalte leichter gefunden werden können. Eine normale Html-Seite ist derzeit noch (in eventuell späteren Html-Versionen soll sich das ja ändern) völlig bedeutungslos. Ein p-Tag ist ein p-Tag ist ein p-Tag. Sollte aber z.B. ein Kalender-Eintrag mit Microformats versehen sein, so weiß man sogleich, um welche Art Inhalt es sich hier handelt, und kann diesen dann z.B. automatisiert anzeigen oder weiterverwenden. So kann aus einem p-Tag z.B. ein Datum werden.
Yahoo, Flickr, Microsoft...
Wenn man sich über die Frage, wie sinnvoll das Projekt ist, hinaus wundert, ob es sich denn um ein zukunftsweisendes und vielversprechendes Projekt handelt, dass eventuell sogar als Standard implementiert werden könnte; so lassen die oben erwähnten Namen eine positive Antwort erahnen. So werden bei Flickr und Upcoming.com Microformats verwendet.
Darüber hinaus melden auch Browser-Hersteller Interesse für Microformats-Funktionalität angemeldet. So könnte man dann automatisch Adressen in das Adress-Buch importieren oder Termine im Google Calendar speichern.
Es gibt sogar schon ein Plug-In bzw. Add-On für den Firefox mit dem Namen Operator, der genau dies ermöglicht.
Weiterführendes: