In seiner aktuellen Kolumne Alertbox wertet Usability-Guru Jakob Nielsen eine Studie zu Lesegewohnheiten von Nutzern im Internet aus.
Die Studie vom Februar 2008
In der Studie wurden die Länge des Aufenthaltes ins Verhältnis zu der Anzahl der Worte auf einer Seite gesetzt.
Dieser Wert wird veglichen mit der durchschnittlichen Lesegeschwindkeit.
Es wurden knapp 60.000 Seitenbesuche ausgewertet.
Das Ergebnis: Inhalt werden immer stärker gescannt
Das Ergebnis zeigt deutlich, dass im Durchschnitt nur ca. 20% bis im besten Fall 28% der Worte auf einer Seite gelesen werden.
Auf Seiten mit unter 111 Worten wird nur ca. die Hälfte der Information verarbeitet.
Dieses Ergebnis unterstützt vor allen Dingen jene Befunde von Eye-Tracking-Studien, die deutlich gezeigt haben, dass Nutzer im Normalfall eine Webseite in einem F-Pattern lesen.
Interessant und neu ist auf alle Fälle der quantitative Aspekt. Dass gescannt wurde, war klar. Aber wieviel zeigt sich jetzt erst so richtig.
Fazit
Inhalte müssen also immer weiter komprimiert werden und in möglichst einfach zu scannende Blöcke verpackt werden, um den Lesegewohnheiten der Nutzer gerecht zu werden.
Prägnant, kurz gefasst und übersichtlich zu schreiben und die Inhalte zu gestalten sollte für erfolgreiche Web Seiten stets die Priorität sein.
[Hier gehts zum Alertbox-Artikel von Jakob Nielsen]