Unterwegs digital Lesen: Kindle bekommt Konkurrenz

Das schon seit längerem am Markt erhältliche Ebook-Reader Amazon Kindle erhält echte Konkurrenz von Plastic Logic. Diese stellen ein grosses, schmales und schickes Gerät vor.

Warum nicht das Kindle? 

Zunächst dachte ich, das Kindle sei ein Design-Scherz. Abgesehen von ästhetischen Kriterien ist mir weder Grösse noch die Mini-Tastatur als Input-Device jemals besonders sinnvoll erschienen. In dieser Grössen-Ordnung und Preisklasse ($359) erhält man beinahe schon voll funktionstüchtige Notebooks (z.B. den Eee PC von Asus).

Der einzige echte Vorteil, den ich derzeit im Kindle sehe, ist die Anbindung an normale mobile Telefonnetze und damit die Möglichkeit auf den Kindle Store zuzugreifen und dort wichtige Zeitschriften, Zeitungen und Blogs zu abonnieren. Diese werden dann automatisch auf das Kindle heruntergeladen. Amazon steht mit seiner unglaublich geballten Kraft des Contents von Ebooks hinter dem Gerät.

Die Möglichkeit jedoch, im Web mit dem Kindle zu surfen sollen recht schwierig und unpraktisch sein. 

Was bringt Plastic Logic?

Zwei Dinge, die mir beim Plastic Logic Reader sogleich positiv aufgefallen sind: Grösse und ästhetische Gestaltung. Ein weiterer Vorteil gegenüber dem Kindle: Eigene Dokumente von Word bis Pdf können einfach importiert und gelesen werden. Sogar die Annotation von Dokumenten soll möglich sein.

Die beinahe A4-Grösse bei einem Gewicht von 360 Gramm und einer maximalen Höhe von 7mm ist tatsächlich bahnbrechend. Und zum Lesen von Magazinen, Zeitschriften und Medien allgemein viel besser geeignet, als das vergleichbar "winzige" Kindle. Jetzt müsste man es nur mehr falten können :) 

Leider zeigt das Video noch nicht, wie gut die Interaktion mit dem Gerät vonstatten gehen wird. Ich hoffe, dass die Umsetzung des Touch-Screens und Touch-Tastatur wird mit der bekannten Qualtität des IPhone vergleichbar sein wird. Eingaben über einen Touchscreen sind vielfältig einsetzbar und ermöglichen durch ihre flexible Gestaltung eigentlich alle Eingaben. Von Navigation mit zwei Druckpunkten und deren unglaublichen Möglichkeiten gar nicht erst zu sprechen.

Ein "beamen" von Dokumenten von Gerät zu Gerät soll auch möglich sein und würde somit z.B. Projektoren in einem Meeting überflüssig machen. Mit einer Akku-Laufzeit von Tagen vs. Stunden sollte es auch jedes Meeting gut überstehen.

Der Fokus von Plastic Logic auf Business Kunden scheint mir ein wenig defensiv, aber vielleicht liegt die Preisklasse auch deutlich über Budget für ein "Freizeit-Gerät". 

Das Einzige, was jetzt noch zum perfekten Glück fehlt, ist eine Anbindung ans Internet und die Möglichkeit Online Content zu browsen und ein Preis von unter 300 Euro :) 

[via tgdaily.com

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