Gleich vorab: Der Film war grossartig. Harte, schnelle Action, spannend und innovativ inszeniert, ein ästhetisches Glanzwerk.
Zukunftsweisende, innovative Gadgets? - Fehlermeldung
So sehr der Film auch auf der cinematografischen Ebene überzeugt, so hat er mich jedoch, was die Innovationsfreudigkeit und die Gagdets anbelangt, ein wenig enttäuscht.
Zwar stimme ich mit der Einschätzung des Jesus Diaz von Gizmodo überein, dass die Gadgets sich hervorragend in den Film einbetten und nicht, wie in früheren Bonds im Zentrum der Handlung stehen.
Der interaktive Touchscreen
Jedoch gerade bei der Szene mit dem Touchscreen hätte man sich doch ein wenig mehr Innovationsfreude beim User Interface Design gewünscht. Hier wird eine bereits alte Idee in bekannter Form umgesetzt.
Der Touchscreen, der in einer Szene im MI6-Hauptquartier zum Einsatz kommt, erinnert ein wenig an eine abgespeckte Version der touchless Screens aus "Minority Report". Wirkt daneben aber deutlich blasser und erinnert stark an heute bereits lauffähige Microsoft Surface Präsentationen. Den Einwand, der Film müsse ja realistisch sein, lasse ich hier nicht gelten. Ich halte es für ausgeschlossen, dass der MI6 den im Film gezeigten Touchscreen tatsächlich verwendet.
Das Sony Ericsson C902 Telefon
Da ich gerade auf der Suche nach einem neuen Handy bin, ist mir natürlich das von Bond verwendet Sony Ericsson Gerät gleich ins Auge gesprungen. Wenn es doch nur in der Realität all die Dinge könnte, die Bond es machen lässt: Gesichterkennung auf riesige Distanzen, Prozessor-Geschwindigkeiten von denen wahrscheinlich mein Notebook träumt, Übertragungsraten, die selbst Highspeed-DSL nicht zulässt, Ortung anderer Handys und noch einiges mehr.
Fazit
Erstklassiger Film trotz oder wegen lahmer Gadgets?