Touchscreen war gestern: "Minority Report" ist heute

In einem durchaus beeindruckenden Video finden wir Szenen, die Stark an Tom Cruise' Film "Minority Report". Es handelt sich um eine Szene, in der Cruise eine grosse, scheinbar holografische Oberfläche mit seinen Händen manipuliert und allerlei Daten "durch die Gegend schiebt". Ein für 2002 durchaus beeindruckendes User Interface.

Die reale Technik, die hier zum Einsatz kommt heißt Oblong G-talk.

Tatsächlich Berührungslos Interagieren

Eine interessante Anmerkung: Am Donnerstag war ich auf dem World Usability Day in Hamburg und habe dort unter anderem eine Präsentation von Dr. Ulrich Leiner vom Fraunhofer Institut gesehen. Im Wesentlichen versuchen sie das gleiche Konzept umzusetzen nur mit einem viel radikaleren Ansatz: Interaktion völlig ohne zusätzliche Geräte.

Im Gegensatz zu dem oben gezeigten Video, bedarf es beim funktionierenden Prototypen vom Frauenhofer Institut keinerlei Handschuhe oder sonstiger Geräte. Die Position der Hand und des Fingers wird über Kameras identifiziert.

Fazit: Zukunftsmusik?

Ich denke nicht, dass die Konzept der berührungslosen Interaktion an den Herstellungskosten scheitern werden. Die dafür notwendige Technik ist relativ preiswert und der wirklich Aufwand besteht im Finden der richtigen Algorithmen und Erstellen der Software.

Ein grundsätzliches Usability-Problem sehe ich eher in der Frage des Feedbacks. So sehen wir heutzutage schon, dass schnelle und effiziente Interaktion mit einem Touchscreen schon seine Tücken hat. Wenn man, wie im leeren Raum, gar kein haptisches Feedback mehr erhält, werden Interaktionen auch unpräziser, langsamer und weniger zufriendstellend.

An dieser Stelle, denke ich, haben sowohl Touchscreens als auch diese neue Technik der berührungslosen Interaktion noch einiges aufzuholen.

[via www.core77.com]

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Juli 31. 2010 01:10